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Die 3e sagt:,, Vielen Dank, Frau Holzbauer!"

Heute bekam die 3e Besuch von Simons Mama, Frau Holzbauer. Frau Holzbauer ist blind und da die Klasse das Thema ,,Auge" vor den Ferien behandelt hat, stand sie den Schülern nun Rede und Antwort.

Die Kinder wollten z. B. wissen, wie sie die Uhr liest oder die richtigen Münzen erkennt. Frau Holzbauer zeigte eine spezielle Uhr und erklärte, dass man die einzelnen Eurostücke an deren Rand und die Scheine an der Größe erkennen kann. Für den Alltag ist ihr Ordnung ganz wichtig, damit sie immer weiß, wo etwas ist. Beim Kleidungskauf verlässt sie sich auf den Rat der Familie. Sie hat auf ihrem Smartphone aber auch eine App, die Farben erkennt. Doch wie soll man mit blinden Menschen umgehen? Respektvoll! Das ist ganz wichtig. Man kann freundlich und höflich fragen und somit seine Hilfe anbieten. Einfach an den Arm greifen, ist absolut tabu. Außerdem ärgert es Frau Holzbauer sehr, wenn Menschen das Wort "behindert" als Schimpfwort, gleichbedeutet mit "doof/blöd", benutzen. Sie hat nämlich eine Behinderung, sie ist auf eine Blindenschule gegangen, hat das Gymnasium besucht, studiert und arbeitet jetzt bei einer großen Firma. Das ist alles andere als doof. Die Kinder durften dann noch ausprobieren, wie es sich anfühlt mit einem Blindenstock zu laufen. Das war sehr aufregend.

Als Abschlusshighlight verteilte Simon noch die Blindenschrift und kleine Kärtchen mit den Namen der Kinder. Nun rätselten die Schüler und Frau Holzbauer musste immer helfen, denn so leicht ist die Blindenschrift gar nicht.

Zum Schluss empfahl Frau Holzbauer noch das Erfahrungsfeld der Sinne. Im Dunkelcafe kann man testen, wie es ist nichts zu sehen.

Vielen Dank Frau Holzbauer, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Wir haben viel gelernt!